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Talentmanagement

Mehr als Leistungsbeurteilung – Prozess- und Systemdesign

Mit SAP SuccessFactors Performance & Goals zukunftsorientierte Mitarbeitergespräche etablieren (Teil 1/3)

Viele Unternehmen modernisieren ihr Leistungsmanagement – doch ohne durchdachtes Prozess- und Systemdesign bleibt das Potenzial ungenutzt. Was macht gutes Design aus, und wie gelingt der Start in eine nachhaltige Lösung? 

 

Prozess- und Systemdesign als Grundbaustein für modernes Leistungsmanagement

Ob Neuimplementierung oder Optimierung: Der Erfolg jedes Leistungsmanagement-Projekts steht und fällt mit einem durchdachten Prozess- und Systemdesign. Diese Phase bildet das Fundament für alles Weitere – sie entscheidet, wie klar, praktikabel und anschlussfähig Prozesse später sind.

Im ABS Team-Ansatz steht das gemeinsame Prozess- und Systemdesign am Beginn jedes Projekts. Es dient als strategischer Rahmen, der sicherstellt, dass neue Lösungen nicht nur technisch funktionieren, sondern von Mitarbeitenden und Führungskräften akzeptiert werden. Eine strukturierte Gestaltung schafft die Grundlage für ein nachhaltiges Leistungsmanagement, das Strategie, Kultur und Technologie verbindet.

Prozesse gestalten – im Einklang mit Strategie und Kultur

Prozesse rund um Mitarbeiterjahresgespräche, Leistungsbeurteilungen oder Zielvereinbarungen sollten konsequent an der Unternehmensstrategie ausgerichtet sein. Sie müssen Orientierung bieten, die Unternehmenskultur widerspiegeln und zugleich flexibel bleiben, um sich an eine dynamische Arbeitswelt anzupassen. Damit entsteht eine Brücke zwischen strategischen Unternehmenszielen und der täglichen Führungspraxis. Ein gutes Prozessdesign schafft Verständlichkeit, Effizienz und Nachvollziehbarkeit – und legt damit die inhaltliche und organisatorische Struktur für ein konsistentes Leistungsmanagement fest.

 

Digitalisierung als Impulsgeber für neues Denken

Auf dieser Basis eröffnet die Digitalisierung neue Möglichkeiten: Prozesse lassen sich vereinfachen, automatisieren oder durch intelligente Funktionen ergänzen. Gleichzeitig besteht das Risiko, Komplexität durch neue Möglichkeiten zu erhöhen oder Nutzende zu überfordern. Ein ausgewogenes Systemdesign stellt daher sicher, dass Technologie den Prozess unterstützt – nicht umgekehrt. Neben Funktionen und Schnittstellen spielen Nutzerfreundlichkeit und Akzeptanz eine zentrale Rolle, denn eine erfolgreiche Digitalisierung bedeutet immer auch kulturellen Wandel: mehr Transparenz, mehr Eigenverantwortung und die Bereitschaft, Bewährtes zu hinterfragen.



Prozess- und Systemdesign als gemeinsame Aufgabe

Erst das Zusammenspiel beider Perspektiven führt zu dauerhaft wirksamen Lösungen. Während das Prozessdesign den inhaltlichen und organisatorischen Rahmen definiert, übersetzt das Systemdesign diese Abläufe in digitale, nutzerfreundliche Strukturen. Ein gelungenes Design verwandelt strategische Zielsetzungen in nutzerorientierte Strukturen. So entsteht ein Leistungsmanagement, das nicht nur digitalisiert, sondern strategisch, kulturell und technologisch weiterentwickelt ist.


Vom Ist-Zustand zum Zielbild – Performance Management als Beispiel

Bevor neue Prozesse oder Systeme eingeführt werden, gilt es zu verstehen, wie Performance Management aktuell gelebt wird – und wie es künftig wirken soll. Die Bestandsaufnahme umfasst Fragen wie: Welches Ziel verfolgt der Prozess und ist es strategisch verankert? Wie fügt er sich in Employee Experience und HR-Prozesslandschaft ein? Wie werden Daten genutzt, etwa Bewertungen oder Zielerreichungen?

Darauf aufbauend wird das Zielbild definiert: Wie soll der neue Prozess wahrgenommen werden? Welche Unterstützung soll er bieten? Welche kulturellen Aspekte soll er sichtbar machen? Denkimpulse helfen dabei, sich in die Zukunft zu versetzen und Aussagen wie „Der Prozess hat mir geholfen, indem …“ zu vervollständigen. Unsere Empfehlung: Denken Sie im Prozessdesign zunächst losgelöst von bestehenden Einschränkungen. Stellen Sie Strategie und Gesamtprozess in den Vordergrund und entscheiden Sie erst danach, wie die Umsetzung im System erfolgt – bei Bedarf schrittweise. Teil 2 und Teil 3 unserer Blogreihe können bei der Definition des Zielbilds auch unterstützen.

Diese methodische Verbindung von Analyse und Zieldefinition schafft die Grundlage für eine wirkungsvolle, zukunftsorientierte Prozessgestaltung – nicht nur im Performance Management, sondern auch in anderen Bereichen des modernen Personalmanagements.

 

Fazit – sinnvolles Design, gute User Experience und Mut zur Veränderung

Modernes Leistungsmanagement beginnt mit einem klaren Verständnis von Zielen, Prozessen und Kultur. Wer nur Systeme konfiguriert, ohne den kulturellen Wandel mitzudenken, schöpft das Potenzial nicht aus. Die Kombination aus durchdachtem Prozessdesign, guter User Experience und Veränderungsbereitschaft machen den Unterschied – und verwandeln Performance Management in ein wirksames Instrument zur Förderung von Entwicklung, Motivation und Unternehmensleistung.

Sie möchten Ihr Leistungsmanagement strategisch und zukunftsorientiert gestalten? Ein fundiertes Prozess- und Systemdesign ist der erste Schritt. Wir unterstützen Sie dabei, Ihre Abläufe zu analysieren, neu zu denken und optimal in SAP SuccessFactors abzubilden – von der ersten Idee bis zur erfolgreichen Umsetzung.


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Themen: Talentmanagement

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